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  • Winterprojekt 2013/14

    Raptor

  • rote Nähte

    Feines Leder

  • Ausblick

    Eckig ist das neue Rund

  • digital

    eine klare Linie

  • Akzente

    Die Brembo hält, was das rot verspricht!

  • Lackeffekt

    Chromschwarz zum Verlieben

  • Jagdtrieb

    auf leisen sohlen bestimmt nicht

Idee aufgegriffen, durchgeplant und straßentauglich ausgeführt

Wo treibt sich der Vespisti im Frühjahr gerne herum? Auf Zweiradmessen natürlich. Zum Einen, um zu sehen was die Hersteller diverser Kunststoffroller und Motorräder im Winter so getrieben haben, nur um bestätigt zu wissen, dass man eh ein solides Gefährt zu Hause hat.
Andererseits kann man da aber auch ganz unbewusst eine Idee für ein Winterprojekt ins Hirn gepflanzt bekommen, wie mir der Besuch der Bike in Tulln 2013 ein knappes halbes Jahr später gezeigt hat. Der Generalimporteur hat einen, zugegebenermaßen sehr nett beklebten, Dummy aus einer Vespa 125s kombiniert mit einer GTS aufgestellt.
Über den Sommer wuchs aus der als nebenbei wahrgenommen Momentaufnahme des Dummies auf der Messe die Idee, einen fahrtüchtigen Konzeptroller auf Basis dieser beiden Vespas entstehen zu lassen. Und dass das kein ganz einfaches Winterprojekt wird, war mir von Anfang an klar.
Die Basis der Raptor bildete der Rahmen einer GTS300, in den das raubvogelartige Profil eines 125s Lenkerkopfes samt dazugehöriger Gabel, Steuerrohr und Lenkstange eingepasst werden mußte. Daher auch der Name "Raptor", engl. Raubvogel. Der Lenkerkopf hatte zuvor noch eine Sonderbehandlung der Extraklasse erfahren: aus analog mach digital! Statt Zeiger und Lampen ziehrt jetzt ein schnörkelloser Tachometer von Koso den Lenker. Die Arbeitsstunden dieses Kunststückes waren ein großer Brocken des Gesamtumfanges.
Um dem Namen auch fahrtechnisch gerecht zu werden, wurde meine eigens vom TÜV zugelassene Brembo-Sportbremsanlage verbaut. Zusammen mit einem Malossi-Fahrwerk und Zelioni-Felgen hat sie ein geschmeidiges Auftreten. Beim Lack hat der Lackierermeister meines Vertrauens die Idee gekonnt umgesetzt, einem chromsilber Lack "used"-Effekte mit einem schwarzem Lack zu verpassen. Zur Versiegelung noch eine Schicht Klarlack. Der 125er Motor wurde am Prüfstand selbstverständlich auf den Remus abgestimmt.

Ein Jahr ist beinahe vergangen vom ersten Gedanken bis zur straßentauglichen Version einer Fusion-Vespa: vorne 125s, hinten GTS. Nach der Planung im Herbst waren die Monate im Winter arbeitsintensiv. Aber mit einem befriedigenden Ergebnis.
Weil ich es mag, Gedanken zu Ende zu denken.

Projekt 013